
Mit meinen Söhnen Matteo und Yanis.
Cornelia Mani
Schon als Kind gehörten Tiere ganz selbstverständlich zu meinem Leben: Kaninchen, Hamster, Chinchillas und natürlich unser verschmuster Kater Joggeli, der etwa ein Jahr älter war als ich.
Viele meiner Ferien verbrachte ich bei meinem Grosi in Schwanden ob Sigriswil. Ihr einfacher Bauernhof mit Plumpsklo und nur kaltem Wasser hatte seinen ganz eigenen Charme. Das Schönste waren für mich jedoch die 30 bis 40 Katzen, die dort lebten. Ich konnte den ganzen Tag mit ihnen spielen, schmusen und meinem Grosi beim Füttern helfen. Aus heutiger Sicht würde ich die Haltung so vieler unkastrierter Freigängerkatzen natürlich anders beurteilen – für mich als Kind war es jedoch ein Paradies.
Als unsere Tiere nach und nach starben und auch mein Grosi nur noch zwei Katzen hatte, war der Schmerz über die Abschiede so gross, dass ich lange kein eigenes Haustier mehr wollte. Mit der Zeit wich die Trauer jedoch den schönen Erinnerungen und der Wunsch nach Katzen kehrte zurück.
Zunächst passte die Katzenhaltung nicht zu meiner Lebenssituation. Ich arbeitete Vollzeit, hielt mich zeitweise beruflich in Lausanne auf und war später durch Arbeit und Studium stark ausgelastet. Zudem wohnte ich im zweiten Stock und wollte keine Katzen zu mir nehmen, die Freigang gewohnt waren.
Als sich meine Lebenssituation änderte, begann ich mich intensiver mit der Wohnungshaltung und verschiedenen Katzenrassen zu beschäftigen. Durch eine Freundin lernte ich die Ragdoll näher kennen. Je mehr ich über ihr sanftes und menschenbezogenes Wesen erfuhr, desto sicherer wurde ich: Genau diese Rasse passt zu mir.
Wenig später zogen meine beiden Kater Yasu und Xenos bei mir ein. Xenos ist leider 2023 verstorben, doch er bleibt für immer ein wichtiger Teil unserer Geschichte.
Damals war vieles neu für mich. Ich lernte, weshalb ein persönliches Kennenlernen bei der Züchterin wichtig ist, weshalb Kitten nicht zu früh ausziehen sollten und was alles zu einer verantwortungsvollen Abgabe gehört. Heute bin ich sehr dankbar, dass ich an eine sorgfältige und liebevolle Züchterin geraten bin, die mich mit Rat und Tat begleitet hat.
Yasu und Xenos folgten mir in der Wohnung überallhin und zeigten mir jeden Tag, was die besondere Nähe einer Ragdoll ausmacht. Mit der Zeit wuchs der Wunsch, selbst zu züchten und einen Beitrag zum Erhalt der traditionellen Ragdoll zu leisten. So entstand die Ragdollzucht Oberlandpfötli.
Aus den damaligen Anfängen ist inzwischen eine erfahrene, familiäre Zucht geworden. Dennoch ist jede Geburt, jedes Aufwachsen und jeder Auszug wieder etwas ganz Besonderes. Die Gesundheit, das Wohlbefinden und die sorgfältige Sozialisierung unserer Katzen und Kitten stehen für mich dabei immer im Mittelpunkt.
Besonders dankbar bin ich Annagret Buchs, der Züchterin unserer Duchesse von Kandergarden, sowie Gabriella Volpato von Laviniadolls, der Züchterin von Yasu und Xenos. Beide haben mich insbesondere in den Anfängen mit ihrem Wissen und ihrer Erfahrung unterstützt.
Michael Klaus
Michael ist der Vater von Matteo und Yanis und kennt unsere Katzen seit den Anfängen von Oberlandpfötli. Er unterstützt mich rund um die Zucht dort, wo es nötig ist. Unsere Katzen sind ihm seit vielen Jahren vertraut und auch die Schmuseeinheiten mit ihnen kommen nicht zu kurz.
Matteo
Matteo (Jahrgang 2015) ist mit unseren Katzen aufgewachsen. Schon als kleiner Junge konnte er lange mit ihnen spielen und sie mit einem Federwedel und seinem fröhlichen Lachen durchs Haus locken. Dabei entstand eine selbstverständliche Vertrautheit, die bis heute geblieben ist.
Er geht liebevoll und umsichtig mit unseren Katzen und Kitten um. Bei der Kittenaufzucht hilft er immer wieder mit und möchte am liebsten auch dabei sein, wenn eines der Kleinen in sein neues Zuhause begleitet wird. Für die Kitten ist sein natürlicher Umgang mit ihnen ein wichtiger Teil ihrer Sozialisierung.
Yanis
Yanis (Jahrgang 2018) kennt ein Zuhause ohne Katzen gar nicht. Er liebt unsere Samtpfoten sehr und sucht häufig ihre Nähe. Eine besonders enge Verbindung hat er zu Duchesse, die ihn wohl ein wenig als ihr persönliches Kitten betrachtet und ihn gerne laut schnurrend im Bett begleitet.
Auch bei den Kitten ist Yanis mit viel Herz dabei. Er kuschelt und spielt mit ihnen und trägt damit dazu bei, dass sie Kinder und einen lebendigen Familienalltag von Anfang an als etwas Selbstverständliches erleben. Gleichzeitig lernt auch er immer besser, ihre Signale und Grenzen wahrzunehmen und zu respektieren.

